Warum sich ein Mehrfamilienhaus für Solarstrom eignet

ZEV, vZEV oder LEG: So kommt der Solarstrom zu den Bewohnern

Die drei Modelle im Überblick

Individuelle Offerte erhalten
ZEV, vZEV und LEG

ZEV

ein Hauptzähler, interne Unterzähler

Eigentümer rechnet selbst ab

vZEV

bestehende Zähler bleiben

Aufteilung über Messdaten

LEG

gleiche Gemeinde, Netzgebiet, Netzebene

40 % bzw. 20 % Rabatt Netznutzung

Einspeisung ohne Modell

Strom geht vollständig ins Netz

nur Rückliefervergütung

Stand 2026. Ob vZEV und LEG bei Ihrem Netzbetreiber umgesetzt sind und welche Messkosten anfallen, erfragen Sie beim lokalen Werk.

Rechenbeispiel: 30 kWp auf einem Mehrfamilienhaus im EKZ-Gebiet

Das Beispiel verwendet Richtwerte und Annahmen. Es ersetzt keine Offerte, zeigt aber die Grössenordnung.

Individuelle Offerte erhalten
Annahme: 30 kWp, angebaut, ZEV, 35 % Eigenverbrauch

Investition

BFE-Median 10–30 kW: CHF 1'700–1'900/kW, exkl. MwSt

ca. CHF 51'000–57'000

Einmalvergütung Pronovo

30 kW × ca. CHF 360/kW

ca. CHF 10'800

Jahresertrag

30 kWp × ca. 1'000 kWh/kWp

ca. 30'000 kWh

Eigenverbrauch im Haus

35 % × 30'000 kWh × 24,1 Rp.

ca. CHF 2'530 pro Jahr

Einspeisung

19'500 kWh × 6,0 Rp. Minimalvergütung

ca. CHF 1'170 pro Jahr

Zusätzlich möglich

HKN-Vergütung EKZ bis 3,00 Rp./kWh

bis ca. CHF 585 pro Jahr

Bei 30 kW liegt die abgestufte Minimalvergütung (180 geteilt durch kW) noch bei 6,0 Rp./kWh. Die tatsächliche Vergütung richtet sich nach dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis. Unterhalt, Messung und Abrechnung sind nicht berücksichtigt.

Kosten, Förderung und Steuern richtig einordnen

Neubau, Sanierung und geplante Solarpflicht

Checkliste für Eigentümer und Stockwerkeigentümer

Diese Punkte sollten vor dem Einholen von Offerten geklärt sein.

Dachzustand prüfen: Steht in den nächsten Jahren eine Sanierung an, kombinieren Sie beide Projekte.
Solarpotenzial auf sonnendach.ch abrufen und mit dem Gesamtverbrauch des Gebäudes vergleichen.
Bei Stockwerkeigentum: Beschluss der Versammlung vorbereiten; das nötige Quorum ergibt sich aus Gesetz und Reglement.
Modell wählen: ZEV, vZEV oder LEG mit dem Netzbetreiber besprechen.
Messung und Abrechnung organisieren: selbst oder über einen Dienstleister.
Mietende frühzeitig informieren und die Regelung im Mietvertrag festhalten.
Bewilligung klären: Meldeverfahren oder Baubewilligung in Kern- und Schutzzonen.
Förderung prüfen: Gesuche der Stadt Zürich und GREIV müssen vor Baubeginn eingehen.

So läuft ein PV-Projekt auf dem Mehrfamilienhaus ab

01

Bedarf und Potenzial erfassen

Gesamtverbrauch der Liegenschaft, Dachfläche und Ausrichtung zusammentragen. Ein Allgemeinstrom-Zähler und die Wohnungszähler geben ein erstes Bild.

02

Offerten einholen

Über das Formular erhalten Sie bis zu 10 Offerten regionaler Fachbetriebe. Achten Sie darauf, dass Messkonzept und ZEV-Umsetzung in der Offerte enthalten sind.

03

Bewilligung und Förderung

Meldung bei der Gemeinde (Frist 30 Tage) oder Baugesuch, dazu kommunale Fördergesuche vor Baubeginn.

04

Bau und Inbetriebnahme

Montage, Netzanschluss durch einen Betrieb mit ESTI-Installationsbewilligung, Abnahme durch den Netzbetreiber.

05

Betrieb und Abrechnung

Pronovo-Antrag nach Inbetriebnahme stellen, Abrechnung mit den Mietenden aufnehmen und die Anlage überwachen.

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Beantworten Sie einige kurze Fragen – dauert ca. 2 Minuten.

Schritt 1 von 4

Welche Immobilie möchten Sie mit Photovoltaik ausstatten?

Sind Sie Eigentümer/in der Liegenschaft?

Wo soll die Anlage montiert werden?

Interessieren Sie sich zusätzlich für … (optional)

Wann möchten Sie die Anlage realisieren?
Wohin dürfen die Fachbetriebe ihre Offerten senden?

Kostenlos und unverbindlich. Ihre Daten werden nur für Ihre Anfrage verwendet.

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FAQ

Häufige Fragen

Müssen alle Mietenden beim ZEV mitmachen?

In der Regel werden Mietende Teil des ZEV, wenn der Eigentümer ihn einrichtet. Regeln Sie Strombezug und Abrechnung transparent im Mietvertrag und lassen Sie sich im Einzelfall rechtlich beraten.

Wie viel darf ich den Mietenden für Solarstrom verrechnen?

Der Preis für den internen Solarstrom ist gesetzlich begrenzt und darf das Standardstromprodukt des Netzbetreibers nicht übersteigen. Die genaue Berechnung sollte Ihr Abrechnungsdienstleister oder Fachbetrieb aufzeigen.

Ist ein vZEV günstiger als ein klassischer ZEV?

Ein vZEV spart meist den Umbau der Zählerinfrastruktur, weil die bestehenden Zähler bleiben. Welche Kosten Ihr Netzbetreiber für Messdaten verrechnet, erfragen Sie direkt beim Werk.

Lohnt sich ein Batteriespeicher im Mehrfamilienhaus?

Durch die vielen Verbraucher ist der Eigenverbrauch oft schon ohne Speicher höher als im Einfamilienhaus. Ein Speicher kann trotzdem sinnvoll sein; der Bund fördert ihn aber nicht, die Stadt Zürich schon.

Braucht es für die Anlage eine Baubewilligung?

Genügend angepasste Dachanlagen benötigen im Kanton Zürich nur eine Meldung bei der Gemeinde. In Kernzonen, bei Schutzobjekten oder im Ortsbildschutz ist eine Baubewilligung nötig.

Welche Einmalvergütung erhält eine 50-kWp-Anlage?

Für eine angebaute Anlage ergeben sich etwa 30 kW × CHF 360 plus 20 kW × CHF 300, also rund CHF 16'800. Prüfen Sie die aktuellen Ansätze im Tarifrechner von Pronovo.

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