PV-Anlage 5 bis 8 kWp
Rund CHF 15'000 bis 24'000. Bei kleinen Anlagen ist der Preis pro kW höher, weil Gerüst, Planung und Netzanschluss fix anfallen.
Kosten im Detail →Das Einfamilienhaus ist der Klassiker für Solarstrom: eigenes Dach, eigene Entscheidung, direkter Nutzen auf der Stromrechnung. Hier erfahren Sie, welche Anlagengrösse sinnvoll ist, mit welchen Kosten und Beiträgen Sie rechnen können und wie Sie in wenigen Schritten zu vergleichbaren Offerten kommen.
Grundlagen
Eine Photovoltaikanlage auf dem Einfamilienhaus rechnet sich vor allem über den Eigenverbrauch. Strom aus dem Netz kostet im Kanton Zürich je nach Versorger rund 24 bis 30 Rp./kWh (EKZ ca. 24,1 Rp., Stadtwerk Winterthur ca. 30,5 Rp., Haushaltsprofil 2026). Für eingespeisten Solarstrom erhalten Sie dagegen seit 1.1.2026 bei Anlagen unter 30 kW mindestens 6,00 Rp./kWh, je nach Werk plus Vergütung für Herkunftsnachweise. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst nutzen, ist also ein Mehrfaches wert.
Ohne Speicher verbraucht ein typischer Haushalt rund 20 bis 35 % des Solarstroms direkt. Mit Wärmepumpe, Elektroauto oder Batteriespeicher steigt dieser Anteil deutlich. Deshalb lohnt es sich, die Anlage nicht nur nach der Dachfläche, sondern nach dem heutigen und künftigen Verbrauch zu planen. Wie Sie den Anteil gezielt erhöhen, zeigt der Ratgeber Eigenverbrauch optimieren.
Ob Ihr Dach geeignet ist, sehen Sie in einer ersten Einschätzung auf sonnendach.ch des Bundesamts für Energie. Süd-, Ost- und Westdächer eignen sich gut. Ost-West-Belegungen liefern etwas weniger Spitzenleistung, verteilen die Produktion aber besser über den Tag.
Dimensionierung
Faustregel: 1 kWp braucht rund 5 m² Dachfläche und produziert im Mittelland ca. 900 bis 1'100 kWh pro Jahr. Ein Haushalt mit 4 Personen verbraucht ohne Wärmepumpe etwa 4'500 kWh.
Individuelle Offerte erhaltenKleines Dach / Reihenhaus
ca. 25 bis 40 m²
5 bis 8 kWp
Typisches Einfamilienhaus
ca. 40 bis 75 m²
8 bis 15 kWp
Mit Wärmepumpe und E-Auto
Dach möglichst voll belegen
12 bis 20 kWp
Jahresertrag 10 kWp
Richtwert Mittelland
ca. 9'000 bis 11'000 kWh
Bei Neubauten verlangt das Zürcher Energiegesetz seit 2022 eine Eigenstromerzeugung von mindestens 10 W pro m² Energiebezugsfläche. Details im Ratgeber «Welche PV-Anlagengrösse brauche ich?».
Kosten
Richtwerte inkl. Montage, vor Abzug von Förderung und Steuereffekten. Verbindliche Preise erhalten Sie nur über eine Offerte.
Rund CHF 15'000 bis 24'000. Bei kleinen Anlagen ist der Preis pro kW höher, weil Gerüst, Planung und Netzanschluss fix anfallen.
Kosten im Detail →Rund CHF 20'000 bis 35'000. Das ist die häufigste Grösse für Einfamilienhäuser im Kanton Zürich.
Lohnt sich Photovoltaik? →Batteriespeicher ca. 10 kWh zusätzlich CHF 8'000 bis 14'000, Wallbox inkl. Installation CHF 1'500 bis 4'000.
Batteriespeicher Kosten →Rechenbeispiel
Annahmen: Aufdachanlage, 1'000 kWh pro kWp, 30 % Eigenverbrauch ohne Speicher, Strompreis EKZ ca. 24,1 Rp./kWh, Rückspeisung zur Minimalvergütung von 6 Rp./kWh (ohne HKN).
Individuelle Offerte erhaltenJahresproduktion
10 kWp × 1'000 kWh
ca. 10'000 kWh
Eigenverbrauch 30 %
3'000 kWh × 24,1 Rp.
ca. CHF 720 gespart
Einspeisung 70 %
7'000 kWh × 6 Rp.
ca. CHF 420 Ertrag
Nutzen pro Jahr
vor Unterhalt
ca. CHF 1'140
Pronovo-Einmalvergütung
angebaut, ca. CHF 360/kW
ca. CHF 3'600
Vereinfachte Beispielrechnung ohne Steuereffekt, Teuerung und Unterhalt. Mit höherem Eigenverbrauch (Wärmepumpe, E-Auto) oder einem Versorger mit höherer Rückliefervergütung verbessert sich das Ergebnis.
Förderung & Steuern
Der Bund unterstützt Anlagen ab 2 kW mit der Einmalvergütung (KLEIV) der Pronovo AG. Seit 2024 gibt es keinen Grundbeitrag mehr, sondern nur noch einen Leistungsbeitrag, für angebaute Anlagen bis 30 kW rund CHF 360 pro kW, für integrierte Anlagen rund CHF 400 pro kW. Das Gesuch stellen Sie erst nach der Inbetriebnahme im Pronovo-Kundenportal. Aktuelle Ansätze prüfen Sie mit dem Tarifrechner von Pronovo.
Der Kanton Zürich fördert Photovoltaik nicht direkt, wohl aber den Ersatz einer fossilen Heizung durch eine Wärmepumpe (Luft/Wasser bis 15 kWth CHF 2'900). Einige Städte und Gemeinden ergänzen mit eigenen Programmen, etwa die Stadt Zürich mit einem Grundbeitrag von CHF 5'000 oder Winterthur mit einem Zuschlag von 50 % auf die Einmalvergütung für Anlagen unter 30 kWp. Eine Übersicht finden Sie im Ratgeber Photovoltaik Förderung Zürich.
Steuerlich gelten PV-Anlagen, Batteriespeicher und Ladestationen auf bestehenden Einfamilienhäusern im Kanton Zürich als abzugsfähige Unterhaltskosten, die Einmalvergütung reduziert den abziehbaren Betrag. Einspeiseerlöse werden seit 2022 nach dem Nettoprinzip besteuert. Klären Sie Details mit Ihrer Steuerberatung.
Zusatzkomponenten erhöhen den Eigenverbrauch. Sinnvoll ist, was zu Ihrem Alltag passt:
Ablauf
01
Über das Offertenformular geben Sie in rund 2 Minuten Dach, Wunschtermin und Interessen an.
02
Bis zu 10 geprüfte Fachbetriebe offerieren. Wen Sie freigeben, der meldet sich und besichtigt bei Bedarf das Dach. Vergleichen Sie Leistung, Ertrag, Komponenten und Garantien.
03
Gut angepasste Dachanlagen sind im Kanton Zürich meist nur meldepflichtig (30 Tage). In Kernzonen oder bei Schutzobjekten braucht es eine Baubewilligung.
04
Die Montage dauert bei einem Einfamilienhaus meist wenige Tage. Ein Fachbetrieb mit ESTI-Bewilligung meldet die Anlage beim Netzbetreiber an.
05
Nach der Inbetriebnahme stellen Sie das Gesuch für die Einmalvergütung bei Pronovo. Kommunale Gesuche sind oft schon vor Baubeginn nötig.
Regional
Versorger, Rückliefertarife und Förderung unterscheiden sich je nach Gemeinde:
Beantworten Sie einige kurze Fragen – dauert ca. 2 Minuten.
FAQ
Meist 8 bis 15 kWp. Mit Wärmepumpe oder Elektroauto lohnt es sich, das Dach möglichst voll zu belegen, denn der Preis pro kW sinkt mit der Anlagengrösse.
Rund 5 m² pro kWp. Für eine 10-kWp-Anlage sind also etwa 50 m² nutzbare Dachfläche nötig.
Als Richtwert CHF 20'000 bis 35'000 für 8 bis 15 kWp inkl. Montage, vor Abzug der Einmalvergütung von rund CHF 360 pro kW und allfälliger Steuereffekte.
Nicht zwingend. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, kostet aber zusätzlich CHF 8'000 bis 14'000 und wird vom Bund nicht gefördert. Ob er sich lohnt, hängt von Ihrem Verbrauchsprofil ab.
In der Regel nicht. Gut angepasste Dachanlagen werden bei der Gemeinde gemeldet. Eine Baubewilligung ist in Kernzonen und bei Schutzobjekten nötig.
Module halten in der Regel 25 bis 30 Jahre, Wechselrichter werden typischerweise nach 10 bis 15 Jahren ersetzt.
Weiterlesen
Quellen (Stand Oktober 2026): Pronovo: Förderung Photovoltaik · Swissolar: Was gilt neu ab 2026 · EKZ: Rückliefertarife 2026 · Kanton Zürich: Energieförderprogramm 2026 · BFE: sonnendach.ch. Tarife und Förderprogramme können ändern; massgebend sind die Angaben der jeweiligen Stelle.
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