Altstadt
Die Winterthurer Altstadt ist Kernzone mit vielen geschützten Bauten. Hier braucht es eine Baubewilligung, und gefragt sind unauffällige, gut integrierte Anlagen.
Kosten einer PV-Anlage →Winterthur ist mit 122'758 Einwohnerinnen und Einwohnern (Ende 2025) die zweitgrösste Stadt im Kanton und Energiestadt. Stadtwerk Winterthur bietet einen fixen Rückliefertarif mit Winter- und Sommerpreis, und die Stadt stockt die Bundesförderung für kleinere Anlagen auf. Damit gehört Winterthur zu den attraktivsten Standorten für Solarstrom im Kanton Zürich.
Stadtwerk Winterthur
Anders als viele Versorger zahlt Stadtwerk Winterthur für Anlagen unter 100 kW einen Festpreis inklusive Herkunftsnachweis. Im Winterhalbjahr gibt es mehr, weil Strom dann knapper ist.
Individuelle Offerte erhaltenWinter 2026
Januar bis März, Oktober bis Dezember
13,00 Rp./kWh
Sommer 2026
April bis September
10,00 Rp./kWh
Winter 2027
angekündigt, Mitteilung Oktober 2026
11,70 Rp./kWh
Sommer 2027
angekündigt, Mitteilung Oktober 2026
9,00 Rp./kWh
Zum Vergleich: Strombezug
Haushalt H4, 2026, inkl. MwSt
ca. 30,5 Rp./kWh
Quelle: Stadtwerk Winterthur. Für 2027 hat Stadtwerk tiefere Tarife angekündigt. Prüfen Sie die aktuell gültigen Werte auf stadtwerk.winterthur.ch.
Städtische Förderung
Wer in Winterthur eine Solaranlage baut, erhält neben der Einmalvergütung des Bundes einen städtischen Beitrag. Für Anlagen unter 30 kWp beträgt er 50 % der Pronovo-Einmalvergütung. Für Anlagen ab 30 kWp sehen die Förderbedingungen einen Beitrag von CHF 200 beziehungsweise CHF 100 pro kWp vor. Welcher Ansatz für Ihr Projekt gilt und wie das Gesuch abläuft, regeln die aktuellen Bedingungen der Stadt.
Ein Beispiel: Für eine angebaute 10-kWp-Anlage zahlt Pronovo laut Branchenquellen rund CHF 3'600. Der städtische Zuschlag von 50 % ergibt rund CHF 1'800, zusammen also etwa CHF 5'400. Aktuelle Ansätze mit dem Tarifrechner von Pronovo prüfen.
Bei bestehenden Gebäuden kommt der Steuerabzug dazu: Im Kanton Zürich gelten PV-Anlage, Batteriespeicher und Ladestation als Unterhaltskosten. Fördergelder reduzieren den abziehbaren Betrag. Klären Sie Details mit Ihrer Steuerberatung. Weitere Informationen im Ratgeber Photovoltaik Förderung Zürich.
Der Strompreis für Haushalte liegt bei Stadtwerk Winterthur 2026 bei rund 30,5 Rp./kWh und damit über dem Schweizer Median von 27,7 Rp./kWh. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst nutzen, spart also rund 30 Rappen. Für eingespeisten Strom erhalten Sie 10 bis 13 Rappen. Der Unterschied ist gross genug, dass sich eine gute Abstimmung von Verbrauch und Produktion lohnt.
Ohne Speicher nutzen Haushalte typischerweise 20 bis 35 % ihres Solarstroms selbst. Eine Wärmepumpe, ein Elektroauto mit Wallbox oder eine Steuerung, die Boiler und Haushaltgeräte in die Mittagsstunden verschiebt, heben diesen Anteil deutlich. Ob ein Batteriespeicher zusätzlich Sinn macht, erklären die Ratgeber Photovoltaik mit Batteriespeicher und Eigenverbrauch optimieren.
Quartiere und Gebäude
Die Winterthurer Altstadt ist Kernzone mit vielen geschützten Bauten. Hier braucht es eine Baubewilligung, und gefragt sind unauffällige, gut integrierte Anlagen.
Kosten einer PV-Anlage →In Veltheim, Wülflingen, Seen, Oberwinterthur oder Mattenbach stehen viele Ein- und Mehrfamilienhäuser. Für die meisten Dächer genügt eine Meldung bei der Stadt.
Welche Anlagengrösse passt? →Grosse Hallen und ehemalige Industrieareale bieten viel Dachfläche. Ab 30 kWp gilt die städtische Förderung pro kWp.
Photovoltaik für Gewerbe →Mit einem ZEV oder vZEV verkaufen Eigentümerinnen und Eigentümer den Solarstrom an die Mietenden. Bei einem Strompreis von rund 30 Rappen ist das für beide Seiten interessant.
PV auf Mehrfamilienhäusern →Seit 2026 können Nachbarn in Winterthur Solarstrom über das öffentliche Netz teilen. Dafür gibt es 40 % Rabatt auf das Netznutzungsentgelt, 20 % bei Nutzung der Trafoebene.
Einspeisevergütung Schweiz →Bei steilen Flächen ab 75° Neigung zahlt Pronovo einen Bonus: CHF 200/kW für angebaute und CHF 400/kW für integrierte Anlagen. Eignung zeigt sonnenfassade.ch.
Lohnt sich Photovoltaik? →Ablauf
01
Prüfen Sie Ihr Dach auf sonnendach.ch und halten Sie Ihren Jahresverbrauch aus der Rechnung von Stadtwerk Winterthur bereit.
02
Über unser Formular erhalten Sie bis zu zehn Offerten von Fachbetrieben, die Winterthur und die Region kennen.
03
Klären Sie vor Baubeginn, welche Unterlagen die Stadt für den Zuschlag verlangt und welche Fristen gelten.
04
Ihr Fachbetrieb meldet die Anlage bei der Stadt und bei Stadtwerk an. In der Altstadt und bei Schutzobjekten ist ein Baugesuch nötig.
05
Nach der Inbetriebnahme beantragen Sie die Einmalvergütung über das Pronovo-Kundenportal. Die Wartezeit liegt laut Swissolar unter einem Jahr.
Umgebung
Wir vermitteln auch in Seuzach, Wiesendangen, Elsau, Zell, Brütten, Neftenbach und Pfungen. Hilfreiche Seiten für die Nachbarregionen:
Winterthur wächst, und in vielen Quartieren entstehen neue Wohn- und Gewerbebauten. Für Neubauten gilt im Kanton Zürich seit dem 1. September 2022 die Pflicht, mindestens 10 W pro m² Energiebezugsfläche selbst zu erzeugen. Meist geschieht das mit einer PV-Anlage auf dem Dach. Steuerlich können Sie bei Neubauten erst ab etwa einem Jahr nach Fertigstellung Unterhaltskosten abziehen.
Bei bestehenden Häusern ist eine anstehende Dachsanierung ein guter Zeitpunkt: Gerüst und Dachdecker sind ohnehin vor Ort, und eine Indach-Anlage kann Ziegel ersetzen. Wird gleichzeitig gedämmt, zahlt der Kanton laut Förderprogramm 2026 zusätzlich CHF 20 pro m² Modulfläche und CHF 40 pro m² Dämmung.
Beantworten Sie einige kurze Fragen – dauert ca. 2 Minuten.
FAQ
Laut Branchenquellen rund CHF 3'600 Einmalvergütung von Pronovo plus 50 % davon als städtischen Zuschlag, zusammen etwa CHF 5'400. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen vor Baubeginn.
2026 gilt für Anlagen unter 100 kW ein Festpreis inklusive HKN von 13 Rp./kWh im Winter und 10 Rp./kWh im Sommer. Für 2027 sind 11,70 bzw. 9,00 Rp./kWh angekündigt.
Im Winter wird weniger Solarstrom produziert und mehr verbraucht. Stadtwerk vergütet Strom aus den Monaten Oktober bis März deshalb höher.
Ja. Die Altstadt ist Kernzone, dort ist ein Baugesuch nötig. In den meisten anderen Quartieren reicht eine Meldung.
Ja, ab 30 kWp mit einem Beitrag pro kWp von CHF 200 bzw. CHF 100 laut Förderbedingungen. Welcher Ansatz gilt, klärt die Stadt.
Ja, wenn ein guter Teil selbst verbraucht wird. Netzstrom kostet in Winterthur rund 30,5 Rp./kWh, das ist mehr als doppelt so viel wie die Einspeisevergütung.
Weiterlesen
Quellen (Stand Oktober 2026): Stadtwerk Winterthur: Rückliefertarife · Stadt Winterthur · Pronovo: Förderung Photovoltaik · Swissolar: Was gilt neu 2026 · ElCom: Strompreise · BFE: Solarkataster sonnendach.ch. Tarife und Förderprogramme können ändern; massgebend sind die Angaben der jeweiligen Stelle.
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