Horgen
Energiestadt Gold mit eigenem Förderbudget von CHF 250'000 pro Jahr für integrierte PV, Fassaden und Speicher.
Photovoltaik Horgen →Zwischen Zürich und Rapperswil liegen zwei Seeufer mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen für Solaranlagen. Je nach Gemeinde wechseln Netzbetreiber, Förderprogramm und Ortsbildvorgaben. Diese Übersicht zeigt, worauf Sie an Ihrem Ufer achten sollten, und führt zu den einzelnen Gemeindeseiten.
Region
Das linke Ufer umfasst im Bezirk Horgen Gemeinden wie Horgen, Thalwil, Wädenswil und Richterswil, dazu Adliswil im angrenzenden Sihltal. Das rechte Ufer, oft Goldküste genannt, reicht im Bezirk Meilen von Zollikon über Küsnacht und Meilen bis Stäfa. Gemeinsam ist beiden Seiten das Gelände: Viele Häuser stehen am Hang, die Dächer sind von der Seestrasse oder vom Wasser aus gut einsehbar.
Für die Wirtschaftlichkeit ist das Klima am See unproblematisch. Im Mittelland gilt ein Ertrag von ungefähr 900 bis 1'100 kWh pro kWp und Jahr als Richtwert. Die Ausrichtung unterscheidet sich jedoch: Das rechte Ufer neigt sich nach Südwesten, das linke Ufer eher nach Nordosten. Am linken Ufer lohnt es sich deshalb besonders, das Dach auf sonnendach.ch zu prüfen. Ost-West-Belegungen produzieren gleichmässiger über den Tag verteilt und passen oft gut zum Eigenverbrauch.
Wie Hanglage, Seesicht und Ortsbild die Planung beeinflussen, vertieft der Ratgeber Photovoltaik Zürichsee. Hier auf der Regionsseite stehen die Unterschiede zwischen den Gemeinden im Vordergrund.
Gemeinden im Vergleich
Zusätzlich zur Einmalvergütung des Bundes (angebaut bis 30 kW ca. CHF 360/kW) bieten einige Seegemeinden eigene Beiträge. Die Angaben sind Richtwerte, massgebend sind die aktuellen Reglemente.
Individuelle Offerte erhaltenHorgen
Gemeindewerke Horgen
Förderung integrierte/Fassaden-PV und Speicher
Thalwil
Netz EKZ
eigene PV-Förderung bei Gemeinde erfragen
Adliswil
Energiestadt Gold
PV-Förderung bei Gemeinde erfragen
Zollikon
Bezirk Meilen
keine direkte PV-Förderung bekannt
Küsnacht
Förderprogramm 2026 bis 2029
PV und Speicher, Beträge bei Gemeinde
Meilen
Netz iNFRA Zürichsee AG
laut Branchenquellen CHF 150/kWp bis 20 kWp
Stäfa
Gemeindewerke Stäfa (GWS)
laut Branchenquellen +50 % der EIV, max. CHF 10'000
Kommunale Gesuche sind meist vor Baubeginn einzureichen, die Pronovo-Einmalvergütung erst nach der Inbetriebnahme. Details im Ratgeber Photovoltaik Förderung Zürich.
Gemeindeseiten
Für sechs Seegemeinden gibt es eigene Seiten mit Versorger, Förderung und typischen Dachsituationen.
Energiestadt Gold mit eigenem Förderbudget von CHF 250'000 pro Jahr für integrierte PV, Fassaden und Speicher.
Photovoltaik Horgen →Energiestadt im EKZ-Netzgebiet, Rückspeisung zum Referenz-Marktpreis plus Herkunftsnachweis.
Photovoltaik Thalwil →Im Sihltal zwischen Uetliberg und Zimmerberg, Energiestadt Gold seit der Erneuerung 2025.
Photovoltaik Adliswil →Kommunales Förderprogramm 2026 bis 2029, das PV-Anlagen und Batteriespeicher einschliesst.
Photovoltaik Küsnacht →Energiestadt Gold, Netz der iNFRA Zürichsee AG, Beiträge für PV und Speicher laut Branchenquellen.
Photovoltaik Meilen →Gemeindewerke Stäfa mit Zuschlag zur Einmalvergütung und HKN-Vergütung von 2,0 Rp./kWh.
Photovoltaik Stäfa →Bewilligung
Im Kanton Zürich reicht für gut angepasste Dachanlagen in der Regel eine Meldung bei der Gemeinde mit einer Frist von 30 Tagen. Viele Seegemeinden haben jedoch historische Dorfkerne, Weinbauernhäuser und Villen, die in Kernzonen liegen oder in einem Inventar erfasst sind. Dort braucht es eine Baubewilligung, und die Behörde achtet auf die Wirkung des Daches im Ortsbild.
In der Praxis bewähren sich vollschwarze Module, rechteckige Modulfelder ohne Aussparungen und gleichmässige Randabstände. Wo die Gestaltung besonders wichtig ist, sind indach integrierte Anlagen eine Option. Sie kosten mehr, erhalten aber beim Bund einen höheren Leistungsbeitrag von ca. CHF 400/kW bis 30 kW, und Horgen fördert integrierte PV zusätzlich.
Diese Punkte klären Sie am besten, bevor Sie Offerten vergleichen.
Wirtschaftlichkeit
Seit 1.1.2026 ist die Rückliefervergütung schweizweit harmonisiert. Für Anlagen unter 30 kW gilt eine Minimalvergütung von 6,00 Rp./kWh, dazu kommt je nach Werk eine Vergütung für Herkunftsnachweise. Für Strom aus dem Netz zahlen Haushalte deutlich mehr, im EKZ-Gebiet ca. 24,1 Rp./kWh. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist also mehr wert als eine eingespeiste.
Viele Häuser am See sind gross und haben einen entsprechenden Wärmebedarf. Die Kombination mit einer Wärmepumpe hebt den Eigenverbrauch, und der Kanton fördert Wärmepumpen separat, Luft/Wasser bis 15 kWth mit CHF 2'900. Mehr dazu in den Ratgebern Photovoltaik und Wärmepumpe und Eigenverbrauch optimieren.
Beantworten Sie einige kurze Fragen – dauert ca. 2 Minuten.
FAQ
Bekannt sind Programme in Horgen, Küsnacht, Meilen und Stäfa. In Thalwil und Adliswil lohnt sich eine Nachfrage bei der Gemeinde, für Zollikon ist keine direkte PV-Förderung bekannt.
Oft ja, denn entscheidend ist die Dachausrichtung, nicht der Hang. Ost-West-Dächer liefern gleichmässig über den Tag und passen gut zum Eigenverbrauch. Prüfen Sie Ihr Dach auf sonnendach.ch.
Nein. Gut angepasste Dachanlagen sind meldepflichtig. Eine Bewilligung braucht es in Kernzonen, bei Schutzobjekten und Inventaren.
Das hängt von der Gemeinde ab: in Thalwil EKZ, in Horgen und Stäfa die Gemeindewerke, in Meilen die iNFRA Zürichsee AG. In anderen Gemeinden gibt die Gemeindeverwaltung Auskunft.
Bei exponierten Dächern im Ortsbild häufig. Sie sind teurer, erhalten beim Bund aber einen höheren Leistungsbeitrag, und Horgen fördert integrierte Anlagen zusätzlich.
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Quellen (Stand Oktober 2026): Pronovo: Förderung Photovoltaik · Swissolar: Was gilt neu ab 2026 · Kanton Zürich: Energieförderprogramm · EKZ: Rückliefertarife · BFE: sonnendach.ch. Tarife und Förderprogramme können ändern; massgebend sind die Angaben der jeweiligen Stelle.
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