Mehrfamilienhaus
Adliswil hat viele Wohnbauten mit mehreren Parteien. Über einen ZEV oder vZEV verkauft die Eigentümerschaft Solarstrom direkt an die Mietenden.
PV auf Mehrfamilienhäusern →Adliswil liegt nicht direkt am See, sondern im Sihltal zwischen Albiskette und Zimmerberg. Die Talgeometrie, viele Mehrfamilienhäuser und das Label Energiestadt Gold prägen die Ausgangslage für Solaranlagen. Hier erfahren Sie, was Sie vor der Offertanfrage klären sollten.
Standort
Im Sihltal entscheidet die genaue Lage stärker über den Ertrag als in offenem Gelände. Häuser am Talboden erhalten im Winter je nach Hangseite später Sonne oder verlieren sie früher, während Lagen weiter oben länger besonnt sind. Im Sommer spielt das kaum eine Rolle, da die Sonne hoch steht. Im Jahresmittel gilt im Mittelland ein Richtwert von etwa 900 bis 1'100 kWh pro kWp.
Deshalb ist bei Adliswiler Dächern eine Verschattungsanalyse besonders sinnvoll. Einen ersten Eindruck liefert sonnendach.ch, das die Einstrahlung auf jedes Dach in der Schweiz abschätzt. Der Fachbetrieb kann das mit einer Horizontaufnahme vor Ort präzisieren. Für Dächer mit eingeschränkter Wintersonne lohnt es sich, die Anlage eher am Eigenverbrauch im Sommerhalbjahr auszurichten, als sie maximal gross zu bauen. Hilfe bei der Dimensionierung gibt der Ratgeber Welche PV-Anlagengrösse brauche ich?.
Diese Angaben helfen den Fachbetrieben, eine präzise Offerte zu erstellen:
Förderung und Tarif
Adliswil ist Energiestadt Gold, das Label wurde 2025 erneuert. Ob die Stadt aktuell eine eigene Förderung für Photovoltaik ausrichtet, konnten wir nicht verifizieren. Fragen Sie bei der Stadtverwaltung nach, und zwar vor Baubeginn, denn kommunale Programme verlangen das Gesuch in der Regel im Voraus.
Sicher ist die Einmalvergütung des Bundes über Pronovo. Seit dem 1.4.2024 gibt es keinen Grundbeitrag mehr, nur einen Leistungsbeitrag pro kW. Für angebaute Anlagen bis 30 kW beträgt er ca. CHF 360/kW, für integrierte ca. CHF 400/kW. Eine 10-kWp-Anlage auf dem Dach bringt also rund CHF 3'600. Den Antrag stellen Sie erst nach der Inbetriebnahme.
Für den eingespeisten Strom gilt seit 2026 schweizweit die Vergütung zum Referenz-Marktpreis, mindestens 6,00 Rp./kWh für Anlagen unter 30 kW. Welcher Netzbetreiber für Ihre Adresse zuständig ist und ob er Herkunftsnachweise zusätzlich vergütet, erfahren Sie bei der Stadt oder dem lokalen Werk. Einen Überblick über alle Förderquellen im Kanton bietet der Ratgeber Photovoltaik Förderung Zürich.
Angebaut oder freistehend
bis 30 kW
ca. CHF 360/kW
Angebaut oder freistehend
30 bis 100 kW
ca. CHF 300/kW
Integriert
bis 30 kW
ca. CHF 400/kW
Integriert
30 bis 100 kW
ca. CHF 330/kW
Neigungswinkelbonus Fassade
ab 75°, integriert / angebaut
CHF 400 / 200 pro kW
Laut Branchenquellen. Aktuelle Ansätze mit dem Tarifrechner von Pronovo prüfen. Batteriespeicher werden vom Bund nicht gefördert.
Gebäudetypen
Adliswil hat viele Wohnbauten mit mehreren Parteien. Über einen ZEV oder vZEV verkauft die Eigentümerschaft Solarstrom direkt an die Mietenden.
PV auf Mehrfamilienhäusern →Flache Dächer von Wohnblöcken und Gewerbebauten lassen sich mit Ost-West-Aufständerung dicht belegen. Statik und Ballast sind vorab zu prüfen.
PV auf Flachdächern →Typische Anlagen von 8 bis 15 kWp kosten rund CHF 20'000 bis 35'000 inkl. Montage, vor Förderung.
Kosten im Detail →Gemeinschaft
Seit 1.1.2026 sind lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) erlaubt. Teilnehmende im gleichen Netzgebiet, in der gleichen Gemeinde und auf der gleichen Netzebene dürfen Solarstrom über das öffentliche Netz teilen. Auf das Netznutzungsentgelt gibt es dabei 40 % Rabatt, 20 % wenn die Trafoebene genutzt wird. In einer dicht bebauten Stadt wie Adliswil kann das interessant sein, wenn ein grosses Dach mehr produziert, als im Gebäude selbst verbraucht wird.
Ob eine LEG, ein ZEV oder die klassische Einspeisung am besten passt, hängt von Dachgrösse, Verbrauchern und Eigentumsverhältnissen ab. Lassen Sie sich das in den Offerten aufzeigen. Tipps zur Steuerung finden Sie im Ratgeber Eigenverbrauch optimieren.
Ablauf
02
Kommunale Förderung bei der Stadt erfragen und die Anlage melden. In Kernzonen ein Baugesuch einreichen.
03
Montage durch einen Fachbetrieb mit ESTI-Bewilligung, Anmeldung beim Netzbetreiber.
04
Nach Inbetriebnahme im Pronovo-Kundenportal.
Umgebung
Adliswil grenzt an die Stadt Zürich und an Langnau am Albis, Richtung See liegen Kilchberg, Rüschlikon und Thalwil.
Beantworten Sie einige kurze Fragen – dauert ca. 2 Minuten.
FAQ
Das hängt stark von der Lage im Tal ab. Höher gelegene Dächer sind länger besonnt. Eine Verschattungsanalyse durch den Fachbetrieb schafft Klarheit.
Eine aktuelle PV-Förderung konnten wir nicht verifizieren. Fragen Sie vor Baubeginn bei der Stadtverwaltung nach.
Für eine angebaute Anlage rund CHF 3'600, bei einer integrierten Anlage rund CHF 4'000. Aktuelle Ansätze mit dem Tarifrechner von Pronovo prüfen.
Ja, über einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) oder einen virtuellen ZEV.
Eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft, in der Nachbarn im gleichen Netzgebiet seit 2026 Solarstrom über das öffentliche Netz teilen und weniger Netznutzungsentgelt zahlen.
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Quellen (Stand Oktober 2026): Stadt Adliswil · Pronovo: Förderung Photovoltaik · Swissolar: Was gilt neu ab 2026 · BFE: sonnendach.ch. Tarife und Förderprogramme können ändern; massgebend sind die Angaben der jeweiligen Stelle.
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