5 bis 8 kWp
Rund CHF 15'000 bis 24'000, typisch für ein kleineres Einfamilienhaus oder ein Reihenhaus.
Kosten im Detail →In der Stadt Zürich treffen eine grosszügige städtische Förderung, ein fester Rückliefertarif von ewz und ein dichter Altbaubestand aufeinander. Wer hier eine Solaranlage plant, sollte die Reihenfolge der Gesuche kennen und früh klären, ob das Dach in einer Kernzone liegt. Über PV-Offerten Zürich erhalten Sie bis zu 10 Offerten regionaler Fachbetriebe, kostenlos und unverbindlich.
Ausgangslage
Zürich zählte Ende 2025 rund 452'421 Einwohnerinnen und Einwohner und trägt das Label Energiestadt. Das Stromnetz betreibt ewz, das städtische Elektrizitätswerk. Für Eigentümerinnen und Eigentümer heisst das: Netzanschluss, Rückliefervergütung und die städtische Solarförderung laufen über denselben Ansprechpartner.
Das Stadtbild ist vielfältig. In Quartieren wie Wipkingen, Oerlikon oder Altstetten stehen Mehrfamilienhäuser mit Flachdach, die sich für aufgeständerte Anlagen eignen. In der Altstadt und in historisch gewachsenen Ortskernen dominieren steile Ziegeldächer, Lukarnen und Kamine, die Belegung und Bewilligung anspruchsvoller machen. Ob sich Ihr Dach lohnt, sehen Sie in einem ersten Schritt auf sonnendach.ch.
Als Faustregel gilt: 1 kWp braucht rund 5 m² Dachfläche und liefert im Mittelland ungefähr 900 bis 1'100 kWh pro Jahr. Ein Einfamilienhaus mit 10 kWp kommt damit auf einen Jahresertrag in der Grössenordnung von 9'000 bis 11'000 kWh. Mehr zur Dimensionierung lesen Sie im Ratgeber Welche PV-Anlagengrösse brauche ich?.
Förderung & Tarife
Die Stadt Zürich hat ihre Förderung per 1. August 2026 neu aufgestellt. Sie kommt zur Einmalvergütung des Bundes hinzu, wobei der Bundesbeitrag beim städtischen Leistungsbeitrag angerechnet wird.
Individuelle Offerte erhaltenGrundbeitrag Stadt Zürich
PV-Anlage, ab 1.8.2026
CHF 5'000
Zuschlag bewilligungspflichtige Anlage
auf bestehenden Bauten
+ CHF 3'000
Leistungsbeitrag Stadt
pro kWp, Bundesbeitrag wird angerechnet
gemäss ewz
Batteriespeicher Stadt
3 bis 100 kWh
CHF 1'000 + CHF 100/kWh
Bonus Second-Life-Zellen
Speicher
+ CHF 100/kWh
Pronovo-Einmalvergütung
angebaut, bis 30 kW
ca. CHF 360/kW
ewz-Rückliefertarif
Festmodell inkl. HKN und Solarförderung
ca. 12,91 Rp./kWh
ewz.solarquartier (LEG)
Solarstrom im Quartier teilen
14 Rp./kWh
Das städtische Gesuch muss VOR Baubeginn über ewz eingereicht werden. Die Pronovo-Einmalvergütung beantragen Sie dagegen erst nach der Inbetriebnahme. Aktuelle Ansätze mit dem Tarifrechner von Pronovo prüfen.
Bewilligung
Im Kanton Zürich genügt für gut angepasste Dachanlagen grundsätzlich eine Meldung bei der Gemeinde, die Frist beträgt 30 Tage. In der Stadt Zürich fällt jedoch ein erheblicher Teil der Gebäude in Kernzonen, unter Denkmalschutz oder in ein Inventar. Dann ist eine Baubewilligung nötig (§ 205 PBG). Die Stadt honoriert diesen Mehraufwand ausdrücklich mit dem Zuschlag von CHF 3'000 für bewilligungspflichtige Anlagen auf bestehenden Bauten.
Bewährt haben sich schwarze, vollflächige Modulfelder ohne sichtbare Rahmen, ein ruhiges Belegungsbild und in Einzelfällen indach integrierte Module. Integrierte Anlagen erhalten beim Bund zudem einen höheren Leistungsbeitrag von ca. CHF 400/kW bis 30 kW. Lassen Sie die Visualisierung früh vom Fachbetrieb erstellen, das verkürzt die Abklärungen.
Bei vermieteten Liegenschaften lässt sich der Solarstrom über einen ZEV oder vZEV direkt an die Mietenden verkaufen. Seit 1.1.2026 ist zudem die lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) möglich, in Zürich etwa über ewz.solarquartier. Details zu Modellen und Abrechnung finden Sie im Ratgeber Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern.
Ablauf in Zürich
01
Potenzial auf sonnendach.ch ansehen, Zonenplan klären und über das Offertenformular bis zu 10 Offerten vergleichen.
02
Das Fördergesuch der Stadt Zürich läuft über ewz und muss eingereicht sein, bevor die Montage startet.
03
Je nach Zone reicht die Meldung bei der Stadt, in Kernzonen und bei Schutzobjekten braucht es ein Baugesuch.
04
Ein Fachbetrieb mit Elektro-Installationsbewilligung (ESTI) meldet die Anlage bei ewz an und nimmt sie in Betrieb.
05
Erst jetzt beantragen Sie die Einmalvergütung des Bundes im Pronovo-Kundenportal. Die Wartezeit liegt laut Swissolar unter einem Jahr.
Agglomeration Ost
Dübendorf im Bezirk Uster ist seit 2002 Energiestadt und hat mit der Glattwerk AG einen eigenen lokalen Versorger. Glattwerk betreibt die «Dübi-LEG». Wer überschüssigen Solarstrom nicht nur ins Netz einspeisen, sondern an Nachbarn im gleichen Netzgebiet weitergeben möchte, findet hier ein konkretes Angebot. Die Netznutzung wird für LEG-Teilnehmende um 40 % reduziert, bei Nutzung der Trafoebene um 20 %.
Glattwerk richtet zudem Förderbeiträge aus. Die genauen Beträge und Bedingungen erfragen Sie direkt beim Werk, bevor Sie den Auftrag vergeben. Baulich prägen Dübendorf Gewerbebauten, Mehrfamilienhäuser und Einfamilienhausquartiere mit gut nutzbaren Dachflächen. Für Betriebe lohnt sich ein Blick in den Ratgeber Photovoltaik für Gewerbe. Weitere Gemeinden im Bezirk finden Sie auf der Seite Photovoltaik Uster.
Agglomeration am See
Zollikon grenzt direkt an die Stadt, gehört aber zum Bezirk Meilen und damit zur sogenannten Goldküste am rechten Zürichseeufer. Eine eigene kommunale PV-Förderung ist nicht bekannt. Es gelten die Einmalvergütung des Bundes sowie die schweizweit harmonisierte Rückliefervergütung, die für Anlagen unter 30 kW mindestens 6,00 Rp./kWh beträgt. Den konkreten Tarif nennt Ihnen der lokale Netzbetreiber.
Typisch für Zollikon sind Villen und Terrassenhäuser in Hanglage, oft mit Blick auf den See. Damit stellen sich Fragen der Gestaltung und Einsehbarkeit: Wo das Dach von unten oder vom Wasser aus gut sichtbar ist, sind ruhige, dunkle Modulflächen gefragt. Mehr dazu im Ratgeber Photovoltaik am Zürichsee und auf der Regionsseite Photovoltaik Küsnacht für die Nachbargemeinde.
Kosten
Preise inkl. Montage, vor Förderung. Altbauten mit komplexer Dachgeometrie liegen eher am oberen Rand.
Rund CHF 15'000 bis 24'000, typisch für ein kleineres Einfamilienhaus oder ein Reihenhaus.
Kosten im Detail →Rund CHF 20'000 bis 35'000. Ab dieser Grösse sinkt der Preis pro kW spürbar.
Lohnt sich Photovoltaik? →Zusätzlich etwa CHF 8'000 bis 14'000. Die Stadt Zürich fördert Speicher, der Bund nicht.
Batteriespeicher Kosten →Nachbarregionen
Sie wohnen ausserhalb der Stadtgrenze? Diese Regionsseiten behandeln Versorger und Förderung vor Ort.
Beantworten Sie einige kurze Fragen – dauert ca. 2 Minuten.
FAQ
Vor Baubeginn, und zwar über ewz. Wer zuerst montiert und danach das Gesuch stellt, riskiert den städtischen Beitrag.
Ja. Der Bundesbeitrag wird beim städtischen Leistungsbeitrag angerechnet, der Grundbeitrag von CHF 5'000 kommt hinzu. Die Einmalvergütung beantragen Sie erst nach der Inbetriebnahme.
Im Festmodell durchschnittlich ca. 12,91 Rp./kWh, zusammengesetzt aus Energie, Herkunftsnachweis und Solarförderung. Über ewz.solarquartier sind es 14 Rp./kWh.
In Kernzonen und bei Schutzobjekten in der Regel ja. Die Stadt zahlt für bewilligungspflichtige Anlagen auf bestehenden Bauten einen Zuschlag von CHF 3'000.
Ja, Glattwerk richtet Förderbeiträge aus. Die aktuellen Beträge erfahren Sie direkt beim Werk.
Der Bund fördert Speicher nicht, die Stadt Zürich schon: CHF 1'000 plus CHF 100 pro kWh zwischen 3 und 100 kWh, mit Bonus für Second-Life-Zellen.
Weiterlesen
Quellen (Stand Oktober 2026): Stadt Zürich: Förderung PV und Batteriespeicher (Juni 2026) · ewz: Solarstrom und Rückliefertarife · Pronovo: Förderung Photovoltaik · Swissolar: PV-Förderung · BFE: sonnendach.ch. Tarife und Förderprogramme können ändern; massgebend sind die Angaben der jeweiligen Stelle.
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